Gabi's Tier- und Gartenblog

Hortus meus – schützen und bewahren

Soso: Nisten in der Lehmsteilwand

Was habe ich nicht alles schon probiert, um in Steilwänden nistenden Wildbienen ein Angebot zu machen … bisher hat nichts so wirklich funktioniert. Neulich höre ich doch ein Summen, und ehe ich richtig kucken kann, ist eine Frühlings-Pelzbiene in ihrem selbstgegrabenen Löchlein verschwunden.

Nur dass es sich bei dieser kleinen Lehmsteilwand nicht um ein von mir erstelltes Produkt handelt. Es ist made in „Rabbitland“.

Also scheint das Lehm-Sand-Gemisch, umgewühlt von den Kaninchen, genau die richtige Mischung zu sein. Warum also diese Mischung nicht auch außerhalb des Geheges ausprobieren? Ich steche also ein paar schöne Brocken Steilwand von einer anderen Stelle im Gehege ab, fülle sie in zwei alte massive Schubladen vom Sperrmüll und fülle sie mit losem Lehm-Sand-Gemisch auf. Zwischendurch immer wieder mit der Sprühflasche Wasser auf die Schichten und mit ca. 2kg Gewicht andrücken (so viel wiegen die Kaninchen :-)). Noch ein paar Tage für das Finish im Gehege stehen lassen und dann unter dem Dachvorsprung des Hauses installieren. Mal sehen, was passiert …

Schon ein paar Tage später traue ich meinen Augen kaum – Leben in der Steilwand!

Da sage ich doch danke für die super Nisthilfen made in „Rabbitland“!

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Das erste Mal …

Jedes Frühjahr gibt es unzählige „erste Male“ und ich freue mich riesig darauf! In den vergangenen Tagen waren es u.a. der erste Aurorafalter und der erste zottige Bienenkäfer. Auch die Begegnung mit der ersten frühen Adonislibelle war ein geradezu bezaubernder Augenblick … ganz besonders gefreut habe ich mich aber über die erste Blindschleiche, die sich – von mir aufgeschreckt – zwischen den Stauden weggeschlängelt hat. Es ist die erste, die ich seit unserem Bau vor sechs Jahren auf dem Grundstück gesehen habe. Vor unserem Bau hat das Grundstück rund vier Jahrzehnte brach gelegen, d.h. es war ein wahrer Dschungel an Bäumen und Gestrüpp. Nach dem Bau erstmal „Wüste“, bis Bäume, Büsche und Stauden gepflanzt wurden und nach und nach die verschiedenen Lebensräume für Tiere entstanden. All die Jahre habe ich gehofft und gewartet, wieder einmal eine Blindschleiche zu sehen …

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