Gabi's Tier- und Gartenblog

Hortus meus – schützen und bewahren

Das soll Winter sein?

 

Bisher ist der Winter nicht wirklich ein Winter. Es ist mild und heute, am 31. Dezember scheint die Sonne und es blühen doch tatsächlich ein paar einzelne Blümchen …

Ich freue mich auf das neue Jahr und bin gespannt, was es bringen wird – auch im Garten.

Keine Kommentare »

Bienen, Wespen & Fliegen

Im Herbst ist kaum noch was im Garten zu tun und ich nutze die Zeit für einen Rückblick. Über das Jahr konnte ich einige solitäre Bienen und Wespen, Schwebfliegen und andere Fliegen im Garten beobachten. Ich freue mich, dass es jedes Jahr mehr werden. Leider hänge ich noch mit der Bestimmung hinterher, aber ein paar schöne Fotos sind mir schon gelungen :-).

Keine Kommentare »

Ein bisschen wie Kinder …

Gestern morgen beim Hasenfüttern im Aussengehege … was ist das denn? Ein kleiner Molch sitzt auf der Querstrebe der Türe zum Hasengehege, etwa 1,2 m über dem Erdboden. Wusste garnicht, dass Molche solche Klettermaxe sind :-). Das schöne an der Begegnung ist, dass er zur ersten Generation Bergmolche gehört, die bei uns im Teich geboren wurde. Er hat das Larvenstadium überlebt, ist an Land gegangen und lebt nun im Garten weiter.

Ich habe ihn dann vorsichtig genommen und ihm das Amphibienüberwinterungsquartier gezeigt, das ein paar Meter weiter ist, unterhalb des Hasengeheges in einer ruhigeren Gartenecke, gleich neben dem neu angelegten Käferbeet.

Etwas Buchenhäcksel dazu und anschließend kleinere und größere Äste als Mini-Totholzstapel oben drauf. In den nächsten Wochen fällt dann noch einiges an Laub darauf und bietet zusätzlichen Kälteschutz.

Dann bis nächstes Jahr, kleiner Molch. Wir sehen uns hoffentlich im Frühling am Gartenteich :-).

Keine Kommentare »

Happy birthday, Teich

Unser Gartenteich ist jetzt ziemlich genau ein Jahr alt … Ein guter Zeitpunkt für einen kleinen Rückblick :-).

Und auch ich habe manche Stunde am Gartenteich entspannt und mich einfach gefreut, dass er da ist und so vielen Tieren gut tut. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Teichjahr und was sich so alles im und am Teich tummeln wird.

Keine Kommentare »

Hummeln trocknen

Heute Nachmittag gab es einen heftigen Gewitterschauer. Danach schien direkt wieder die Sonne. Der Regen kam so schnell, dass viele Hummeln wohl davon überrascht worden sind. Unter vielen Distelblüten und am Sommerflieder hingen klatschnasse Hummeln.

Ich habe ein paar davon eingesammelt und sie haben sichtlich die Wärme auf meiner Hand und meinem Arm genossen und sich zunächst einen Moment ausgeruht.

Danach ging das Trocknen los. Sie sind flach über meine Hand „gerutscht“ und haben so den Bauch getrocknet. Die Flügel wurden von den Meisten einfach ausgeschüttelt – winzigste Wassertröpfchen sprühten auf meine Haut. Ich habe mich in die Sonne gestellt, dass die zusätzliche Wärme von oben sie schneller trocknet.

Der Hummelpelz wurde kräftig mit den Beinen bearbeitet, sie haben immer wieder darüber getreift. Dabei hatte jede ihre eigene Art und Weise, das zu machen. Überhaupt war es interessant, die einzelnen Individuen zu beobachten: Manche haben sich nur kurz ausgeruht und die Flügel getrocknet, manche haben sich gründlich getrocknet und manche auch danach noch einen Moment ausgeruht, bevor sie weg geflogen sind… Sobald meine Hände und Arme wieder leer waren, habe ich die nächsten klatschnassen Hummeln vom Sommerflieder eingeladen :-).

Keine Kommentare »

Kleine Hüpferlinge

Gestern bekam ich eine Mail, dass die jungen Erdkröten unterwegs sind. Seit ein paar Jahren helfe ich jedes Frühjahr den Erdkröten und anderen Amphibien über die Straße :-). An einem Amphibienzaun werden sie davon abgehalten, auf die Straße zu gehen, plumsen dann in Eimer oder sitzen am Zaun, werden spät abends und früh morgens eingesammelt und über eine verkehrsreiche Bundestraße an ihr Laichgewässer getragen.

Wenn die jungen Erdkröten dann bereit sind, an Land zu gehen (Erdkröten sind nur zum Laichen in und am Wasser) warten sie den nächsten Regen ab und verlassen danach zu Tausenden den See. Dort haben wir sie heute Morgen entlang einer Mauer eingesammelt (wieder stehen Eimer bereit) und weg von der Bundestraße auf die andere Seite des Sees an den Waldrand getragen. 2,5 Stunden mit zwei Personen entlang der Mauer „krabbeln“ ergaben geschätzte 2000 „Mini-Kröten“ und ein paar kleine Grasfrösche. Was für ein Gewusel – und was für ein Spaß!

Keine Kommentare »

Blinder Passagier

Am Morgen nach dem letzten Wochenendeinkauf liegen kleine dunkle „Knödelchen“ unter dem Basilikumtopf. Genauer gesagt. Raupenknödelchen. Der Verursacher ist schnell gefunden, denn er oder sie hat alle paar Stunden einen riesigen Hunger :-).

So verschwindet Blatt für Blatt vom Basilikum. Bin mal gespannt, was aus der Raupe wird, wenn sie mal „groß“ ist. Zum Glück kaufen wir immer deutschen (in diesem Fall hessischen) Bio-Basilikum, d.h. was auch immer aus der Raupe schlüpft ist nicht irgendein Tier aus dem Ausland, das hier nicht heimisch ist und vielleicht sogar Schaden anrichten kann … Es kommt sogar ganz aus der Nähe, aus Hessen.

Nachtrag:

Einen Tag später ist die Raupe zwischen ein paar Blättern verschwunden und hat sich verpuppt. Jetzt wird es spannend :-).

Keine Kommentare »

Schwarzroter Käfer

Im vergangenen Jahr habe ich ihn das erste Mal im Garten entdeckt, ein oder zwei Exemplare eines schwarzroten Käfers. Laut meinem Bestimmungsbuch ist es ein gewöhnlicher Bienenkäfer. Sieht toll aus!

Dieses Jahr ist er wieder da, ich beobachte bis zu sechs Käfer gleichzeitig. Am Liebsten mögen sie die Blüten des Feuerdorns …

Und dann beobachte ich einen Käfer abseits der Blüten – an unserem Wildbienenhaus. Und dann macht plötzlich alles einen Sinn, der Name und warum es dieses Jahr mehr davon gibt :-). Die Larve der Bienenkäfer entwickelt sich unter anderem in Wildbienennestern und frisst deren Larven und Puppen. Und unser Wildbienenhaus haben wir vor zwei Jahren aufgestellt. Es wurde in beiden Jahren gut von Wildbienen angenommen …

Das hatte ich zwar schon im letzten Jahr gelesen, aber irgendwie ist es nicht in meinem „Hirnspeicher“ hängen geblieben. Interessant, was ich selbst beobachtet habe, kann ich mir besser merken. Der Bienenkäfer lebt außer von Wildbienen larevn auch von anderen Insekten, denen er an den Blüten auflauert. Er gehört zu den geschützten Arten. Ich freue mich also, dass er sich bei uns im Garten wohl fühlt, auch wenn dadurch ein paar Wildbienen „dran glauben“ müssen. Dann stelle ich eben ein paar Niströhrchen mehr bereit, dann legen die Wildbienen ein paar mehr Eier …

Keine Kommentare »

Wer seid ihr denn?

Dies ist ja nun mein erstes „richtiges“ Jahr mit dem Teich. Ich meine so von Winter bis Winter über Frühling, Sommer und Herbst :-). Ich habe mir vorgenommen, dass es ein reiner Naturteich sein soll, in den ich nur die Pflanzen setze und sie pflege, in den ich aber kein Tiere einsetze. Ich fische mal Algen ab und achte darauf, dass sich der Teich gut „einläuft“, was sicherlich noch etwas dauern wird …

Und natürlich bin ich super neugierig und schaue fast jeden Tag mal für einige Minuten – oder länger – in den Teich, wer neu angekommen ist. Eines Tages entdecke ich so längliche kleinere Tierchen neu und halte sie zunächst für Libellenlarven.

Bei längerer Beobachtung wundert es mich allerdings, dass sie immer wieder zur Oberfläche kommen müssen, offensichtlich um zu atmen. Sie hängen ihr hinteres Ende ein kleines Stückchen aus dem Wasser und verharren so für einen Moment, ehe sie wieder abtauchen. Hm, wer sind die denn? Ich hab da so einen Verdacht … 🙂

Meine Vermutung hat sich bestätigt – es sind Gelbrandkäferlarven. Inzwischen nicht mehr ganz so kleine, gefräßige Tierchen. Ich habe etwas Sorge um die Bergmolche, mittlerweile sind es drei Stück – zwei Männchen und ein Weibchen. Das Weibchen scheint mit der Eiablage begonnen zu haben. Kriege sie aber nicht gut fotografiert.

Die Gelbrandkäferlarven wachsen sehr schnell, laut meinem Buch „Tiere im Gartenteich“ in 5-10 Wochen (je nach Temperatur) von 1 cm auf etwa 8 cm. Wenn sie ausgewachsen sind gehen sie an Land, vergraben sich in der Erde und verpuppen sich. Der geschlüpfte Käfer verbringt dann manchmal noch den Winter in der Erde, bevor er sich fliegend auf die Suche nach einem Gewässer zum Leben macht.

So ein enormes Wachstum macht sehr hungrig und das bedeutet für die Larven fressen, fressen, fressen! Wenn nicht genügend Nahrung für sie vorhanden ist – was in unserem jungen Teich noch der Fall ist – futtern sie sich auch gegenseitig auf. Außerdem Wasserflöhe, die es zu hunderten gibt, andere kleine Wassertierchen und Libellenlarven.

Keine Kommentare »

Endlich Frühling

Irgendwie hat der Winter diesmal gefühlt „ewig“ gedauert! Aber endlich ist der Frühling da und der Garten erwacht aus dem Winterschlaf.

Ich freue mich immer ganz besonders auf die verschiedenen Frühlingsblüher und stecke auch jeden Herbst zusätzliche Blumenzwiebeln. Letzten Herbst habe ich wieder an die 150 Zwiebeln „vergraben“ und bin gespannt, wer alles blüht.

An unserem Bienenhaus ist auch schon seit ein paar Tagen Leben. Zunächst sind die Männchen der Mauerbienen geschlüpft (deren Larven entwickeln sich ganz vorne in der Reihe) und nun auch die Weibchen. Die Männchen halten sich nach dem Schlupf immer in der Nähe der Niströhrchen auf und warten auf die Weibchen. Nach der Begattung suchen die Weibchen Niströhrchen für den Nachwuchs und sammeln Pollen, von dem die Larve sich dann ernährt. Ziemlich spannend, die Wildbienen.

Keine Kommentare »