Gabi's Tier- und Gartenblog

Hortus meus – schützen und bewahren

Wer seid ihr denn?

auf 12. Mai 2013

Dies ist ja nun mein erstes „richtiges“ Jahr mit dem Teich. Ich meine so von Winter bis Winter über Frühling, Sommer und Herbst :-). Ich habe mir vorgenommen, dass es ein reiner Naturteich sein soll, in den ich nur die Pflanzen setze und sie pflege, in den ich aber kein Tiere einsetze. Ich fische mal Algen ab und achte darauf, dass sich der Teich gut „einläuft“, was sicherlich noch etwas dauern wird …

Und natürlich bin ich super neugierig und schaue fast jeden Tag mal für einige Minuten – oder länger – in den Teich, wer neu angekommen ist. Eines Tages entdecke ich so längliche kleinere Tierchen neu und halte sie zunächst für Libellenlarven.

Bei längerer Beobachtung wundert es mich allerdings, dass sie immer wieder zur Oberfläche kommen müssen, offensichtlich um zu atmen. Sie hängen ihr hinteres Ende ein kleines Stückchen aus dem Wasser und verharren so für einen Moment, ehe sie wieder abtauchen. Hm, wer sind die denn? Ich hab da so einen Verdacht … 🙂

Meine Vermutung hat sich bestätigt – es sind Gelbrandkäferlarven. Inzwischen nicht mehr ganz so kleine, gefräßige Tierchen. Ich habe etwas Sorge um die Bergmolche, mittlerweile sind es drei Stück – zwei Männchen und ein Weibchen. Das Weibchen scheint mit der Eiablage begonnen zu haben. Kriege sie aber nicht gut fotografiert.

Die Gelbrandkäferlarven wachsen sehr schnell, laut meinem Buch „Tiere im Gartenteich“ in 5-10 Wochen (je nach Temperatur) von 1 cm auf etwa 8 cm. Wenn sie ausgewachsen sind gehen sie an Land, vergraben sich in der Erde und verpuppen sich. Der geschlüpfte Käfer verbringt dann manchmal noch den Winter in der Erde, bevor er sich fliegend auf die Suche nach einem Gewässer zum Leben macht.

So ein enormes Wachstum macht sehr hungrig und das bedeutet für die Larven fressen, fressen, fressen! Wenn nicht genügend Nahrung für sie vorhanden ist – was in unserem jungen Teich noch der Fall ist – futtern sie sich auch gegenseitig auf. Außerdem Wasserflöhe, die es zu hunderten gibt, andere kleine Wassertierchen und Libellenlarven.


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