Gabi's Tier- und Gartenblog

Hortus meus – schützen und bewahren

Soso: Nisten in der Lehmsteilwand

Was habe ich nicht alles schon probiert, um in Steilwänden nistenden Wildbienen ein Angebot zu machen … bisher hat nichts so wirklich funktioniert. Neulich höre ich doch ein Summen, und ehe ich richtig kucken kann, ist eine Frühlings-Pelzbiene in ihrem selbstgegrabenen Löchlein verschwunden.

Nur dass es sich bei dieser kleinen Lehmsteilwand nicht um ein von mir erstelltes Produkt handelt. Es ist made in „Rabbitland“.

Also scheint das Lehm-Sand-Gemisch, umgewühlt von den Kaninchen, genau die richtige Mischung zu sein. Warum also diese Mischung nicht auch außerhalb des Geheges ausprobieren? Ich steche also ein paar schöne Brocken Steilwand von einer anderen Stelle im Gehege ab, fülle sie in zwei alte massive Schubladen vom Sperrmüll und fülle sie mit losem Lehm-Sand-Gemisch auf. Zwischendurch immer wieder mit der Sprühflasche Wasser auf die Schichten und mit ca. 2kg Gewicht andrücken (so viel wiegen die Kaninchen :-)). Noch ein paar Tage für das Finish im Gehege stehen lassen und dann unter dem Dachvorsprung des Hauses installieren. Mal sehen, was passiert …

Schon ein paar Tage später traue ich meinen Augen kaum – Leben in der Steilwand!

Da sage ich doch danke für die super Nisthilfen made in „Rabbitland“!

2 Kommentare »

Erste Hilfe …

Wenn eine große Libelle mit zusammengefalteten Flügeln da sitzt (Foto 1), dann hat sie in der Regel ein Problem. Die Flügel sind beim Schlüpfen aus der Larvenhaut noch nicht entfaltet und müssen erst „aufgepumpt“ werden und sich dann festigen. Wenn in diesem Moment z.B. ein kleiner Windstoß die Flügel aneinander drückt, können sie punktuell zusammenhaften. Aus eigener Kraft kriegt die Libelle sie anscheinend nicht wieder auseinander.

Ich habe diese Plattbauch-Libelle deshalb auf meinen Finger krabbeln lassen, bin mit einem festen Grashalm ganz vorsichtig zwischen ihren (ansonsten ausgehärteten) Flügel entlang … und dann saßen wir noch so 15 bis 20 Minuten gemeinsam in der Sonne (vom Wind abgewandt). Ihr Körper hat die Sonne aufgetankt und dann flog sie weg. Zauberhaft!

Keine Kommentare »

Das erste Mal …

Jedes Frühjahr gibt es unzählige „erste Male“ und ich freue mich riesig darauf! In den vergangenen Tagen waren es u.a. der erste Aurorafalter und der erste zottige Bienenkäfer. Auch die Begegnung mit der ersten frühen Adonislibelle war ein geradezu bezaubernder Augenblick … ganz besonders gefreut habe ich mich aber über die erste Blindschleiche, die sich – von mir aufgeschreckt – zwischen den Stauden weggeschlängelt hat. Es ist die erste, die ich seit unserem Bau vor sechs Jahren auf dem Grundstück gesehen habe. Vor unserem Bau hat das Grundstück rund vier Jahrzehnte brach gelegen, d.h. es war ein wahrer Dschungel an Bäumen und Gestrüpp. Nach dem Bau erstmal „Wüste“, bis Bäume, Büsche und Stauden gepflanzt wurden und nach und nach die verschiedenen Lebensräume für Tiere entstanden. All die Jahre habe ich gehofft und gewartet, wieder einmal eine Blindschleiche zu sehen …

Keine Kommentare »

Vorbereitungen für den Winterschlaf

Jedes Gartenjahr ist bisher anders verlaufen, als die Jahre davor … Ein weiteres Element im Garten entsteht, es taucht eine neue Tierart auf oder eine vorhandene Tierart fühlt sich so wohl, dass es Nachwuchs gibt :-). So diesen Herbst bei Familie Igel. Also habe ich zusätzliche Schlaf- und Überwinterungsplätze geschaffen, teilweise mit Laub und Asthaufen, teilweise mit Schlafhäuschen.

Eins der Schlafhäuschen wurde schnell bezogen und dank der Wildtierkamera kann ich jeden Tag die Aktivitäten der vergangenen Nacht anschauen :-). Da wird schwer gearbeitet – wenn das mal kein kuscheliges Nest gibt!

Keine Kommentare »

Unerwartete Begegnung

Heute, kurz nach halb Drei, voller Sonnenschein … ich fotografiere gerade ein paar Käfer auf Blüten, da läuft mir ein Igel über den Weg. Alarm in meinem Kopf – Igel am Tag, ist der krank? Er scheint nicht verletzt, läuft „schimpfend“ durchs Gras und direkt unter die dichten Blätter einer Taglilie. Gut, denke ich, dann hat ihn wohl irgendwas gestört und er hält weiter sein Schläfchen … Plötzlich raschelt es im Brombeergestrüpp. Ich gehe in die Hocke, Knipse im Anschlag, und warte. Und wer kommt? Igel Nummer 2! Er schnüffelt und geht schnurstracks ebenfalls unter die Taglilie. Grunzen, schieben, rascheln, schnaufen und Igel Nummer 2 verlässt die Lilieblätter und verschwindet wieder im Brombeergestrüpp. Etwas später schnarcht es leise unter den Lilienblättern :-). Hm, was war das denn?

Keine Kommentare »

Die Rechnung geht auf

… und die Rechnung heißt:

Beobachteter Schmetterling + Anpflanzen Raupenfutterpflanze = ganzer Lebenszyklus des Schmetterlings im Garten

Jedes Jahr beobachte ich mehr und mehr Schmetterlingsarten im Garten. Nachdem ich sie bestimmt habe überprüfe ich, ob ausreichend Futterpflanzen für ihre Raupen vorhanden sind. Falls das nicht so ist, werden diese wenn möglich angesiedelt. So habe ich die letzten beiden Jahre verschiedene Gräser gepflanzt. Davon leben die Raupen einiger Schmetterlinge, die ich im Garten beobachtet hatte:

  • Brauner Waldvogel
  • Großes Ochsenauge
  • Kleines Wiesenvögelchen
  • Schachbrettfalter
  • verschiedene Dickkopffalter

Seit ein paar Tagen fliegen gleich eine handvoll braune Waldvögel (oder wie auch immer der Plural heißt :-)) durch den Garten, wo in den letzten Jahren immer mal einer zu sehen war. Das freut mich riesig!

Keine Kommentare »

Kleine Käfer-Galerie

Jedes Jahr entdecke ich neue Käfer im Garten. Manche sind vielleicht nur auf der Durchreise. Andere siedeln sich an, weil ihnen die Lebensbedingungen zusagen und ihr Nachwuchs sich bei uns gut entwickeln kann. Ob ich diese vielen Arten jemals alle beim Namen nennen kann? Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich angefangen, sie zu fotografieren, zu bestimmen und über ihre Larvenentwicklung zu recherchieren. Hier der Anfang einer kleinen Käfer-Galerie …

Keine Kommentare »

Der Kreis schließt sich

In den letzten Tagen sind vermehrt frühe Adonislibellen am Teich geschlüpft. Interesssant finde ich, dass die Libellenarten ein unterschiedliches „Schlüpfverhalten“ haben. Die frühen Adonislibellen haben sich erst am späten Vormittag entfaltet, d.h. Flügel aufpumpen und so. Die blutroten Heidelibellen dagegen war morgens schon gegen 7 Uhr fast fertig damit. Im vergangenen Jahr konnte ich sieben Libellenlarven am Teich bestimmen, wenn auch nicht alle im Foto festhalten. Hier ein kleiner Auszug der Fotos.

Heute kam die erste frühe Adonisjungfer (Männchen) zurück zum Teich – ausgefärbt und bereit zur Paarung :-).

Keine Kommentare »

Bufo bufo fühlt sich wohl

Es hat sich wohl herumgesprochen, dass hier ein fischfreier Teich ist :-). Erdkröten kommen gewandert und besiedeln den Teich. Die ersten drei waren schon Ende Februar da, jetzt sind es bis zu elf Kröten. Laichschnüre ziehen sich durch den Teich und noch immer sitzen sie im „Doppelpack“ da. Mal sehen, wieviel Nahwuchs es gibt.

Keine Kommentare »

Früh dran

Der erste Bergmolch ist im Teich – ein Männchen. Ist früh dran. Andererseits ist der Winter nicht wirklich kalt geworden, warum also nicht.

Keine Kommentare »